Worum geht es eigentlich bei Merkels Energiewende?
Auf jeden Fall nicht um den Umweltschutz!
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Es ist geschafft: Deutschland nimmt eine mustergültige Position ein im Kampf gegen den Klimawandel: Weg von der Atomkraft, hin zu umweltfreundlichen Energieträgern. Deutschland zeigt den Weg, den die Welt gehen muss, damit der Klimawandel aufgehalten werden kann, das bedrohliche Abschmelzen der Polkappen, die verheerenden Unwetter, die die USA verstärkt heimsuchen, die Überschwemmungen in Südostasien usw. usw.

Schön wär's ja, aber leider voll daneben: Die Energiewende à la Merkel hat mit Umweltschutz nichts, aber auch gar nichts zu tun. Diese "Energiewende" dient ausschliesslich dazu, der Industrie neue Impulse zu geben:
Vor allem der Bau von Windkraftanlagen und den dazu gehörenden Nord-Süd-Stromtrassen spült Milliarden in die Kassen der beauftragten Unternehmen. Und das Beste: Das Geld muss überwiegend noch nicht mal über den Umweg von Subventionen gezahlt werden (die natürlich auch der Steuermichel zu bezahlen hat), sondern die Verbraucher werden über die höheren Strompreise direkt zur Kasse gebeten. Frau Merkel, das war schon fast ein Geniestreich.

Sind Solarstrom und Windenergie denn schlecht? Nein, natürlich nicht. Aber die Wende kommt zu spät, sie ist halbherzig und das Motiv ist eben wieder mal Geschäftemacherei, statt ehrliche Sorge um das Überleben der Menschheit.

Vielleicht hat die studierte Physikerin Dr. Merkel tatsächlich aus der Fukushima-Katastrophe gelernt. Der Verfasser glaubt das allerdings nicht: Die Katastrophe in Japan war nur ein hervorragender Anlass, um ein neues Lieblingskind in die Welt zu setzen. Ein Milliardenmarkt, bei dem Deutschland über eine Menge Know-how verfügt. Diese Technologien kann man natürlich nur dann exportieren, wenn man sie selbst einsetzt.

Verbunden wird das ganze mit massivem Demokratieabbau: Geltendes Naturschutz-Recht soll ausser Kraft gesetzt werden, um die neuen Energietrassen so schnell wie möglich durchzupeitschen - möglichst ohne parlamentarische Beteiligung und auf jeden Fall ohne Beteiligung der Bevölkerung.

Und was ist mit Biosprit? Bio-Sprit ist die wahrscheinlich ekelhafteste Perversion des Umweltschutz-Gedankens, auf die die Politiker (und leider auch einige fehlgeleitete Umweltschützer) jemals gekommen sind. Agrosprit führt nur dazu, dass die Umweltbelastung und der dadurch verursachte Klimawandel in die agrarisch strukturierten Länder verlagert wird. Die Schadstoffbilanz in den Industrie-Ländern, in denen der Agrosprit verbrannt wird, sinkt (geringfügig), während die Umweltschäden in Brasilien und Indonesien und in den anderen Ländern, die Ölpalmen zur Agrosprit-Gewinnung anpflanzen steigen. Bitte lesen Sie zur Problematik der Umweltzerstörung durch Agrosprit (sog. Biosprit) die Seite klimakiller-agrosprit.de

Solange sich Energiekonzerne in den Jahresberichten und auf Aktionärsversammlungen damit brüsten können, dass zum Wohl der Investoren von Jahr zu Jahr mehr Strom verbraucht wird, solange können wir die Energie wenden, wie wir wollen: Es ist der falsche Ansatz! Nur konsequente Einsparungen im Energiebereich können den Klimawandel vielleicht noch abmildern.

Einige Massnahmen einer sinnvollen Klimapolitik sind z.B.:

Schluss mit dem energieintensiven Gütertransport auf der Strasse - Güter gehören auf die Bahn!

Verstaatlichung der Energiekonzerne - das ist doch ein echter Hammer, dass so eine wichtige Schlüsselindustrie in den Händen von privaten Investoren liegt! Die Produktion und Verteilung dieser grundlegenden Ressource muss demokratischer Kontrolle unterliegen!
Und das neuste Ding aus dem Tollhaus ist, dass der Bürger haften soll (!!!), wenn diese Konzerne Verzögerungen bei der Errichtung neuer Stromtrassen hinnehmen müssen. Wehe, da wehrt sich jemand dagegen, dass die neue Trasse sein Eigenheim entwertet, wehe, irgendwelche Naturschützer versuchen, die Zerstörung eines wichtigen Biotops zu verhindern. Da habt ihr aber sofort die Mehrheit der Bevölkerung gegen euch, die dann nämlich eventuell mit ihrem privaten Geld haften muss.

Das ist natürlich eine hübsche Idee, sehr brauchbar auch für viele andere unpopuläre Massnahmen der Regierung.

Im Unterschied zu den gängigen Angebot-Nachfrage Mechanismen sollte Energie umso teurer sein, je mehr man abnimmt bzw. verschwendet.

Schluss mit dem Agrosprit-Betrug!

Parallel dazu müssen echte Anreize geschaffen werden, den Energieverbrauch gezielt zu senken. Für die Industrie, aber auch für jeden einzelnen Bürger.

Schluss mit dem sog. Emissionshandel (über dieses widerwärtige Instrumentarium zur Verlagerung der Umweltverschmutzung in die unterentwickelt gehaltenen Länder werden wir zu gegebener Zeit einen eigenen Beitrag schreiben.)

Deshalb müssen wir endlich anfangen, uns zu wehren!


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