Warum ist die Verlängerung der Lebensarbeitszeit
in Wirklichkeit nur eine Rentenkürzung?
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Nach den Vorstellungen der politisch Verantwortlichen sollen die Deutschen erst mit 67 Jahren ihr Altersruhegeld, die Rente erhalten.

Es wird z.T. offen gesagt, dass das derzeitige Sozialsystem sonst nicht zu bezahlen sei, aber es wird auch gerne das Argument gebracht, dass die Alten doch zu was nütze seien und gerne ein paar Jahre länger arbeiten würden.

Zum Glück geht es nicht allen Rentnern schlecht:

Der Ex-HSH-Chef Dirk Nonnenmacher darf seine Abfindung in Höhe von rund vier Millionen Euro (lt. Presseberichten 1,8 Millionen Euro ausstehende Prämien und weitere 2,13 Millionen Euro Abfindung) behalten, obwohl gegen ihn mehrere Ermittlungsverfahren wegen Untreue und Bilanzfälschung etc. laufen.

Der Aufhebungsvertrag sei "zu lax" formuliert gewesen. Das ist eine glatte Lüge, mindestens aber eine unverzeihliche Fehleinschätzung:

Der Aufhebungsvertrag war nicht lax, sondern er war exakt so, wie er sein sollte.
So etwas sind nämlich keine "Ausrutscher" von unaufmerksamen Bankern (in diesem Fall also vom HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper). Es ist überhaupt kein Ausrutscher, sondern das ist das System!
Herr Nonnenmacher hat seine Rolle gespielt - man wird ihm doch jetzt nicht die Belohnung für seine Geschäftspolitik vorenthalten!

Tatsache ist, dass schon heute nur ein geringer Teil der Bevölkerung bis zum festgelegten Rentenalter arbeitet. Die meisten müssen aus gesundheitlichen Gründen früher aufhören - und nicht wenige wollen auch gerne früher aufhören.

Denn was soll denn das für ein "schönes Seniorenleben" sein, wenn man kaputt und krank und abgearbeitet mit 67 Jahren (und sicherlich kann und wird man das Rentenalter noch weiter nach hinten verlegen) in den wohlverdienten Ruhestand geht und nur wenige Jahre später tot ist. Und wenn man länger lebt, dann wird man in ein Seniorenheim (der Begriff "Altersheim" ist nicht mehr so wirklich en vogue . . . ) gesteckt, in dem unterbezahlte und häufig wechselnde Pflegekräfte froh sind, wenn ihre Kunden nicht zuviel Arbeit machen.

Auch zukünftig kann man natürlich schon einige Jahre vor dem Erreichen der Altersgrenze ausscheiden, muss dann aber kräftige Abschläge bei der Rente in Kauf nehmen. Und darum geht es, nur darum:

Die Menschen wollen und können nicht etwa länger arbeiten, als bisher, aber die Abzüge werden grösser, wenn man vorher aufhört.

Mehrere Hunderttausend Euro müsste des Rentenkonto eines durchschnittlichen Arbeitnehmers betragen, genug für einen schönen Lebensabend. Aber das Geld ist nicht da, denn die Rentenkasse macht das, wofür private Zocker in den Knast gehen: Ein (eigentlich illegales) Anlagesystrem mit Schneeballcharakter (Pyramidensystem, Ponzi-Spiel). Dabei werden die Einlagen neuer Mitspieler dazu benutzt, den älteren Mitspielern vorzugaukeln, dass Gewinne gemacht wurden, die ihnen ausgezahlt werden.

Auch Lebensversicherungen in ihren verschiedenen Tarnformen (Ausbildungsversicherung, Aussteuerversicherung, Sterbegeldversicherung, private Rentenversicherung etc.) sind natürlich nichts anderes: Keine Versicherungsgesellschaft wäre in der Lage, die versprochenen Gelder tatsächlich auszuzahlen oder auch nur die eingezahlten Prämien zurückzuzahlen. Auch bei den Versicherungen geht der Krug nur zum Brunnen, solange immer neue Klienten kommen, die den Versicherungen ihr Geld anvertrauen, wovon dann tatsächlich die Ansprüche der älteren Versicherten gezahlt werden.

Aber weder Banker Ackermann noch Christian "Schnorri" Wulff müssen sich Gedanken machen über Ihre Altersversorgung: Sie ist üppig und wird im Falle des Ex-Bundespräsidenten schon nach nur anderthalb (!) Jahren Amtstätigkeit in voller Höhe gezahlt.

Deshalb müssen wir endlich anfangen, uns zu wehren!


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